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Pflege von Sextoys

Auf die richtige Pflege kommt es an, damit man viel Freude an seinen Sachen hat.
Das gilt ja nicht nur für seine Lieblingsschuhe oder für sein Autor oder gar seinem Lieblingsmantel. Sondern auch für seine Sexspielzeuge.

Aber wie pflegt man seine Sextoys denn nun richtig …?
Nun, im Internet gibt es viele Anleitungen und Vorschläge, wie man seine Spielzeuge richtig pflegt und sauber hält.

Ich habe mich auch viel im Internet schlau gemacht und bin auch über den einen oder anderen Tipp anderer Benutzer gestolpert. Auch von manchen Herstellern von Pflegeprodukten habe ich einige Informationen gesammelt. Was aber nun genau richtig ist und was nicht, kann ich auch nicht sagen. Ich kann hier nur meine Meinung und meine Erfahrungen wiedergeben, die ich mit der Zeit gesammelt habe.

Eines habe ich zumindest gelernt. Manche Pflegeprodukte die speziell für Sextoys entwickelt wurden, sind einfaches „Blendwerk“ und viel zu teuer …

Nun denn fangen wir am besten von vorne an.
Als Erstes sollte man sein Toy nach der Benutzung gründlich reinigen.
Für die Reinigung benutzt man am besten warmes und nicht zu heißes Wasser und eine milde Seife.

Nach der Reinigung sollte man dann sein Toy gründlich mit einem fusselfreien Tuch abtrocknen und vielleicht noch zusätzlich an einem trocknen Ort liegen lassen, damit es auch wirklich gut trocknet. Achtet auch darauf, das innere Eures Toys zu trocknen. Legt es nicht „feucht“ in irgendwelchen Schubladen oder Boxen. Das kommt nicht so gut, weil die Restfeuchtigkeit nicht richtig entweichen kann und es dadurch zu hässlichen Flecken oder gar Schimmelbildung kommen kann.

Nachdem das Toy schön trocken ist, könnte man es dann an einem trockenen, kühlen und vor allem Licht geschützten Ort lagern. Leider neigen die modernen Toys dazu, mit der Zeit leicht ölig zu werden. Das liegt meistens an dem Material, aus dem die Toys gefertigt werden. Mittlerweile werden die meisten Toys aus TPE / TPR (Thermoplastische Elastomere) gefertigt. Dieses Material fühlt sich ja sehr angenehm an, ist weich und frei von gesundheitlich bedenklichen Materialien. (Zumindest die hochwertigeren Toys). Nun, normalerweise ist das kein Problem, wenn das Material mit der Zeit etwas ölig wird, aber zum einen sieht das nicht so schön aus, fühlt sich auch nicht so schön an und zum anderen zieht das Öl Staub und Schmutz mit der Zeit an. Also sollte man hier sein Toy nach der Reinigung mit einem Pflegepulver oder Puder behandeln.

Und hier gehen nun die Meinungen auseinander.
Die einen (vor allem die Hersteller) empfehlen nur reines, spezielles Pflegepuder, andere hingegen empfehlen normales Babypuder und ganz andere einfache Maisstärke.

Das von den Herstellern empfohlene Pflegepuder ist meistens überteuert. Wenn man sich die Inhaltsstoffe anschaut, kann man erkennen, dass diese Pflegeprodukte zu fast 98% aus Talkum bestehen. Genauso wie Babypuder. Nur dass das Babypuder etwas billiger ist.
Der Rest sind dann noch andere Inhalts- und Duftstoffe.

Viele sind ja der Meinung, dass das Talkumpuder gesundheitsschädlich ist. Ja, sogar krebserregend sei. Gesundheitsschädlich ist das Talkumpuder schon, aber auch nur, wenn man den Staub direkt einatmet. Und man muss schon sehr viel davon einatmen, um eine Gesundheitsgefahr zu entwickeln. Das mit dem krebserregend ist noch von grauer Vorzeit übrig geblieben, als das Talkumpuder noch mit Asbest versetzt war. Das ist aber schon ewige Zeiten her und heute gibt es nur noch reines Talkumpuder zu kaufen. Daher ist das mit dem „Krebserregend“ noch ein Überbleibsel der alten Zeit.

Von Maisstärke oder anderen biologischen Pudern. Diese ziehen mit der Zeit Feuchtigkeit aus der Luft und können dann ein Nährboden für Hefepilze und Schimmelsporen bieten. Also Finger weg von Maisstärke und Co. Auch wenn andere etwas anderes behaupten sollten.

Babypuder ist ein prima Pflegemittel für sein Toy. Zu empfehlen ist der Hersteller, der mit einem „P“ beginnt und seine Produkte in einer blauen Flasche verkauft.
Aber wie bereits erwähnt, besteht dieser Puder auch hauptsächlich aus Talkum.
Daher verwende ich schon seit Längerem reines Talkum-Pulver.

Man streut einfach großzügig etwas Talkum über sein Toy und massiert es dann sanft in das Material. Somit werden die Poren des Materials geschlossen und das Toy fühlt sich wieder schön samtig weich an.

Normalerweise braucht man bei der nächsten Verwendung das Puder nicht vorher abzuwaschen, aber ich mache es trotzdem. Zum einen wasche ich damit nicht nur überschüssiges Puder ab, sondern auch evtl. Staub, der sich mit der Zeit auf dem Toy abgelegt haben könnte.

Wenn das Toy mit der Zeit etwas rau und rissig geworden ist, kann man es mit etwas Öl wieder auf Hübschen. Aber Achtung, hier kommt es auch auf das richtige Öl an.
Verwendet bitte keine Öle, die silikonbasiert sind. Die greifen das Material an und man hat dann einen größeren Schaden als vorher. Auch von Ölen, die gesättigte bzw. ungesättigte Fettsäuren (z.B. Speiseöle) enthalten, sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Diese können auch noch ein Nährboden für Pilze und Bakterien bieten. Am besten eignen sich Öle auf Paraffinbasis wie zum Beispiel ein gutes Babyöl oder Öle, die auch eine „medizinische Zulassung“ haben.

Trägt einfach etwas Öl auf sein frisch gewaschenes und trockenes Toy auf und verreibt es gründlich. Am besten ist es, wenn man dann das Toy ein paar Minuten liegen lässt, damit das Öl gut einziehen kann. Überschüssiges Öl kann dann entweder mit einem Tuch abgewischt oder mit etwas warmen Wasser abgewaschen werden. Danach wieder einpudern, um die Oberfläche wieder schön geschmeidig zu bekommen.

Fazit: Die Pflege seines Toys ist kein Hexenwerk und man braucht auch nicht das überteuerte Pflegepuder der verschiedenen Hersteller zu kaufen, wenn man sein Toy schnell und preiswert mit etwas Talkumpuder pflegen kann, damit man auch weiterhin viel und vor allem lange Freude haben kann.

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